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    October 27

    Der erste Schnee

    Die Sonne stand tief über dem alten Bauernhof, die Blätter glänzten Golden in der Herbstsonne. Die Tage waren schon merklich kürzer geworden und hüllten das Tal schon früh am Abend in eine ungemütliche Dunkelheit.

    Auf dem Bauernhof lebte auch eine kleine Maus. Fips, so hiess sie, ist schon voller Erwartungen auf den kalten und strengen Winter. Fips hatte sich dieses Jahr schön früh um seine Wintervorräte gekümmert. Berge von Körnern hatte er im Sommer zusammengetragen. Vom alten Brot, welches die Bäuerin für die Hasen sammelte, hatte Fips sich auch einige besorgt. Gelassen sah er der kalten Jahreszeit entgegen, genug zum Essen hatte Fips allemal.

    In allen Farben fielen die Blätter von den Bäumen. Der Nebel am Morgen blieb immer länger über dem Tal hängen, manchmal gelangten tagelang keine Sonnenstrahlen ins Tal. Bald schon fiel der erste Schnee und verzauberte die Hügellandschaft in ein weisses Wellenmeer. Fips unternahm wie jeden Morgen einen Spaziergang rund um den Bauernhof. Wie hatte er sich doch auf den Schnee gefreut, aber heute war es gerade besonders viel. Fips musste sich den Weg durch den Schnee graben, sogar unter der Sitzbank wo die Bäuerin jeweils die Sonne geniesst, hatte es Schnee. Es musste so richtig gestürmt haben in der vergangenen Nacht. Es war ruhig an diesem Morgen, wie ausgestorben war es auf dem Bauernhof.

    Fips grub sich weiter bis zum Hühnerstall. Die Hühner sassen alle auf der Stange ganz eng zusammen, damit sie nicht frohren. Fips fragte die Hühner: „Was ist denn mit euch los? Warum sitzt ihr alle auf der Stange und seit nicht in dem wunderschönen Schnee?“ „Der Schnee ist so kalt und unsere Füsse sind so nackt. Und wenn unser Federkleid nass ist, dann frieren wir ganz fest, darum bleiben wir lieber hier im warmen Stall.“ Fips ging weiter und kam auf seinem Spaziergang am Kuhstall vorbei. „Hallo ihr lieben Kühe, warum seit ihr denn alle im Stall und nicht draussen in dem schönen Schnee?“ „ Was sollen wir im Schnee herumstapfen, wenn wir kein Gras zum Essen finden!“ sagte die Kuh. Anscheinend wollte niemand diesen wunderschönen Wintertag mit Fips zusammen geniessen.

    Vor der Scheune wo Rex an einer langen Leine angemacht ist, war heute nicht viel los. Rex war sonst immer auf den Beinen und zeigt allen Störenfrieden, wer hier der Herr im Haus ist. Aber heute war es verdächtig ruhig, kein bellen oder winseln. „Rex wo bist du?“ rief die Maus „Hier in meinem Häuschen“ Bellte es zurück. Rasch ging Fips zum Hundehaus und schaute hinein. „Rex was ist denn mit dir los? Warum kommst du nicht hinaus in den Schnee?“ „Schnee, immer dieser Schnee, da kriege ich eine kalte Nase wenn ich herumschnüffle und wenn ich Belle dann hört man es kaum. Ach wäre der Schnee doch nur schon wieder weg!“

    Fips war enttäuscht, bis jetzt hatte er noch niemanden gefunden der mit ihm im Schnee spielen wollte, „ach wie ist es langweilig auf dem Bauernhof.“ Der Spaziergang ging weiter um den Hof, nun war nur noch der Schweinestall den Fips noch nicht besucht hatte. „Hallo ihr Schweinchen wie geht es euch? Habt ihr schon gesehen wie viel Schnee es draussen hat?“ fragte Fips als er im Schweinestall angekommen war. „Was Schnee!“ antworteten die Schweinchen „darum ist es so kalt hier drin, hoffentlich bringt uns der Bauer heute Abend mehr Stroh, damit wir nicht mehr frieren müssen!“ Da wusste Fips schon, dass er nicht mehr weiterfragen musste. Auch die Schweinchen würden ihm im Schnee keine Gesellschaft leisten. So zog er traurig von dannen und ging zurück in sein Mausloch. „Ach wäre der Schnee nur schon wieder weg!“ dachte er sich „Dann würden meine Freunde wieder mit mir spielen!“

    October 18

    Zeit

    Wo ist sie nur geblieben? Ich frage mich immer wieder, wo nur die zeit geblieben ist. So schnell rinnt sie durch meine finger, festhalten kann ich sie jedoch nicht. Unaufhörlich fliesst sie davon wie ein grosser fluss, immer dem horizont entgegen.

    Was würde ich mit mehr zeit anfangen!? Würde ich mir die zeit nehmen zu geniessen? Würde ich mir die zeit nehmen um freunde zu treffen? Würde ich meine zeit für die schule nutzen? Würde ich mehr fotografieren? Würde ich mehr zeit für …? Beliebig liesse sich die liste verlägern, viele ideen hätte ich noch, viele sachen die ich mache könnten mehr zeit ertragen.

    Was soll ich denn tun? Soll ich weniger machen? Enttäusche ich damit personen die erwartungen in mich haben? Oder soll ich weiter kompromisse eingehen? Gebe gott mir ein bisschen zeit, müsste ich mir al diese fragen nicht stellen, ich hätte zeit um alle arbeiten zu erledigen und könnte mich vielleicht auch genug erholen. Wie denkst du über die zeit? Hast du genügend davon?