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1月15日 Kündigung der FreundschaftIst es auch schon vorgekommen, dass du jemandem die Freundschaft künden wolltest? Was muss geschehen, dass man jemandem die Freundschaft kündigt? Nun ja, Freundschaft ist für mich eine Bindung zwischen zwei Personen, welche mich trägt und ich auch bereit bin, zu tragen. Eine solche Bindung sollte tragfähig sein und einem über noch so manche Krise hinwegtragen. Freunde halten einem den Spiegel vor und sind schonungslose Kritiker, welche sich nicht scheuen Fehler anzusprechen oder einem darauf hinzuweisen. Eine Kündigung ist ein Verlust, ähnlich wie im Geschäftsleben verliert man bei einer Freundschaft eine gewisse Gegenleistung die man erhält. Es gibt für mich kaum einen Grund um eine Freundschaft zu kündigen, die Distanzen und Diskrepanzen müssten endlos gross sein. Wenn jemand meine direkte und ehrliche Art nicht ertragen kann, ja dann kann ich das nur begrenzt ändern. Wer sich von mir nicht den Spiegel vorhalten lasen will, muss mir wohl aus dem Weg gehen. Es ist mir bewusst, dass mich nun einige Personen als extrem abstempeln werden, als Extremist der keine Kompromisse eingehen will und nur seine eigenen Ideen verfolgt ohne Kompromisse einzugehen. Ich selbst habe jedoch die Erfahrungen gemacht, dass ich mit meiner offenen direkten Art fast immer auf der Gewinnerseite war. Ob in der Schule, meinem Arbeitsplatz oder unter Freunden, ehrliche konstruktive Kritik bringt mich und mein Gegenüber weiter. Die Mutter meiner Ex Ex Ex Exfreundin hat schon immer gesagt „ der wird wieder mit dem selben Gesicht glücklich“ und irgendwie trifft das immer wieder zu, zwischenmenschliche Probleme können nur zwischen den Menschen gelöst werden, welche zusammen auch das Problem haben. Begegnungswoche oder Klassenlager für Erwachsene
Vergangene Woche sind wir von der Schule aus in der Begegnungswoche in Seewis gewesen. Mit über 90 Personen zwischen 20 und 60 Jahren verbrachte ich eine spannende Woche über dem Nebel. Immer wieder gab es faszinierende Momente und anstrengende Nächte. Zusammen mit Vreni einer Mitstudentin Bot ich einen Workshop in Nothilfe an. Leider meldeten sich nur zwei Personen an, dafür waren sie um so engagierter dabei und zeigten vollen Einsatz. Den zweiten Nachmittag verbracht ich in der Turnhalle beim Unihockey Workshop, eigentlich dachte ich immer ich sei recht gut in diesem Sport, aber dieser kleine Workshop hat mich eines besseren Belernt. Ich hatte kaum eine Chance um jemals auf das Tor zu schiessen. Der Dritte Nachmittag stand dann ganz unter der Vorbereitung zum Schlussabend. Ich liess es mich jedoch nicht nehmen ein Stunde aus dem Trubel zu fliehen und einfach nur die wunderbare Bergwelt zu geniessen, aber dies ist alleine schon einen Eintrag wert. Der Schlussabend unter dem Motto Wild West mit einem riesigen über 90 Personen verteilten und 3 Stunden dauernden Rollenspiel war einfach genial. Super Stimmung und der riesige Aufwand hatte sich gelohnt. Ich war immer wieder überrascht, wie alle Teilnehmenden i dieser Woche zueinander standen und einander unterstützten, musste irgend etwas von A nach B gebracht werden, bei mir war es mehrmals die Tontechnik die gezügelt werden musst, hatte es immer ein paar helfende Hände welche zupackten und einem unterstützten. Heimlich wünschte ich mir, dass auch sonst mehr so bedingungslos geholfen würde. Man kann es fast ein bisschen mit einem Ameisenstamm vergleichen, viele Helfer bewältigen eine grosse Aufgabe dadurch, dass jeder einen kleinen Betrag leistete, einfach genial. Unser Schlafzimmer wurde Abendlich jeweils für gute Diskussionsrunden bei Gebäck und Wein genutzt. Einfach zusammensitzen über die Positionierung der Schule, den Glauben, den Lebensstiel und das eigene Verständnis der Bibel zu diskutieren, war sehr wertvoll und gab Energie, sich weiter mit diesen Fragen auseinander zu setzen.Die 6 Stunden Schlaf welche wir jeweils in der Nacht geniessen durften, stellten sich jedoch als zu mangelhaft heraus und die Nachwehen nach der Woche entsprechend gross. Leider war das Haus so weitläufig, dass es manchmal schwierig war, einander zu begegnen und Kontakte zu knüpfen. Nichts desto Trotz habe ich diese Woche sehr genossen und nach einer kurzen (Schlaf) Pause hätte ich gleich wieder in der Gruppe einkehren können. SchuleLange ist es her, seit ich meinen letzten Blogbeitrag geschrieben habe. Die letzten fünf Wochen durfte ich in den Ferien verbringen. Also so richtig Ferien waren es ja nicht, aber es war eine Zeit in der ich Distanz von der Arbeit und der Schule gewinnen durfte. Einfach mal in den Tag hinein leben, lange schlafen und spät ins Bett gehen. Ich durfte merken, dass ich meine besten Zeiten in der Nacht zwischen 22 und 3 Uhr habe. Ja nun hat mich der Alltag wieder und ich darf oder muss wieder zur Schule gehen zurzeit ist es eher ein Muss, nach so langer Zeit der Ferien und Lager fällt es mir schwer den Einstieg wieder zu schaffen. Einen ganzen Tag im Schulbank zu sitzen und den Dozenten zuzuhören war noch nie meine Stärke aber in der momentan so tristen Zeit fällt mir der Einstieg besonders schwer.Manchmal frage ich mich, warum ich das ganze auf mich nehme, es kostet viel Geld und macht im Moment nicht sonderlich Spass. Einfach alles hinzuwerfen und ein bisschen mehr zu arbeiten wäre eine reizvolle Alternative. Ich spüre jedoch, dass ich sehr viel Profitiere, wieviel würde ich jedoch profitieren wen ich mit Freude und Engagement zur Schule gehen würde? Ich war schon immer ein Macher und nicht ein Denker aber ja mit dem muss ich mich im Moment abfinden. Im Sommer ist das Zweite Jahr vorbei (falls ich die Abschlussprüfungen bestehe) und ich habe einige Wochen Zeit um mich zu regenerieren. Und meinen Kopf zu lüften. Und in ein paar Wochen habe ich die Möglichkeit nach Belarus zu reisen und ein paar alte Eindrücke neu aufleben zu lassen. |
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